Der Beitrag will in aufgelockerter Form aufzeigen, weshalb Namen ihres zähen Charakters wegen als "Sprachkonserve" fungieren können. In der Namenlandschaft Graubündens spiegelt sich zudem das
Wechselspiel der Sprachen (im Beitrag auf Bündnerromanisch und Alemannisch beschränkt), die an ihr Anteil haben. Weil noch heute in längst verdeutschten Gebieten viele romanische Namen zu finden
sind, wird das seit den Anfängen im Niedergang begriffene Rätoromanisch – so betrachtet – weiterleben. Allerdings sind romanische Namen nicht immer so ohne weiteres als solche zu identifizieren.
Gelegentlich präsentieren sie sich als abenteuerlich umgedeutet und regelrecht "verhüllt". Andererseits stellt sich die Frage, ob angesichts amtlich gewordener romanischer Ortsnamen deren
deutsche Formen in Vergessenheit geraten.